Die Initiative Erfurter Kreuz hofft auf ein normales Jahr 2021

Das Erfurter Kreuz brummte in den letzten Jahren, die Industrieumsatzzahlen wuchsen auf Rekordhöhen, auch wenn es schon heftige Krisen gab. So zogen sich vor einigen Jahren gleich mehrere Anbieter aus der Solarbranche zurück, Hunderte Jobs entfielen. Lange arbeitslos blieben viele der Betroffenen allerdings nicht. Denn die meisten von ihnen sind gut ausgebildet. Maschinen- und Anlagenführer, CNC-Fräser, Elektriker, Handwerker aller Art – um solche Fachkräfte wird geworben. Aber nun beherrscht seit über einem Jahr Corona die Schlagzeilen. „So etwas habe ich natürlich auch noch nie erlebt“, sagt Frans-Josef Willems, der Chef der Initiative Erfurter Kreuz.

Das Erfurter Kreuz brummte in den letzten Jahren, die Industrieumsatzzahlen wuchsen auf Rekordhöhen, auch wenn es schon heftige Krisen gab. So zogen sich vor einigen Jahren gleich mehrere Anbieter aus der Solarbranche zurück, Hunderte Jobs entfielen. Lange arbeitslos blieben viele der Betroffenen allerdings nicht. Denn die meisten von ihnen sind gut ausgebildet. Maschinen- und Anlagenführer, CNC-Fräser, Elektriker, Handwerker aller Art – um solche Fachkräfte wird geworben. Aber nun beherrscht seit über einem Jahr Corona die Schlagzeilen. „So etwas habe ich natürlich auch noch nie erlebt“, sagt Frans-Josef Willems, der Chef der Initiative Erfurter Kreuz.

Der Verein vertritt die Interessen von 114 Mitgliedsunternehmen mit immerhin rund 15.200 Mitarbeitern und 700 Lehrlingen. Die Corona- Pandemie hat zwar die Erwartungen der Mitgliedsunternehmen der Initiative Erfurter Kreuz größtenteils gedämpft. Eine negative Wirtschaftsentwicklung erwarten sie aber nicht. Im Gegenteil: Nach wie vor investieren sie in ihr Personal, auch dieses Jahr rechnet Willems hier mit einem Anstieg.

Das jedenfalls ergab eine Umfrage in Firmen mit mehr als zehn Beschäftigten. Und: Zum Arbeiten im Ilm-Kreis kamen 2019 immerhin 11.113 Pendler. Das sind 29 Prozent der hier arbeitenden Menschen. Die meisten kommen aus Erfurt (3081) und Gotha (1901) – wiederum die meisten von ihnen arbeiten in Unternehmen am Erfurter Kreuz.

Unternehmungen ab April oder Mai anvisiert
Für den Verein hatte die Corona- Krise natürlich Auswirkungen, alle geplanten Veranstaltungen im letztes Jahr fielen ihr zum Opfer. Das betraf die Mitgliederversammlung wie auch die Arbeit in den Arbeitskreisen genau so wie beispielsweise das Wirtschaftsforum im Frühjahr und auch alle Veranstaltungen wie das Stadtfest oder den Wirtschaftsfrühling, bei denen die Initiative immer präsent war.

„All das hat ja nicht stattgefunden, es war eben leider Gottes diesbezüglich ein sehr, sehr ruhiges Jahr“, so Willems. Wie alle anderen auch, hofft er auf eine spürbare Entspannung und auf eine Rückkehr zur Normalität im Frühjahr. Und darauf bereitet man sich vor. „Ab April oder Mai hoffen wir, dass wir mit unseren Partnern – der Stadt Arnstadt, der Agentur für Arbeit und anderen – wieder etwas unternehmen können.“

Fahrzeugbatteriehersteller will in diesem Jahr Produktion starten
Willems nennt da den Wirtschaftsfrühling – eventuell eine Freiluftveranstaltung verbunden mit dem „Industrieerleben“ – oder die Berufsinformationsmesse, die ja Ende Januar stattfinden sollte. „Die ist verschoben, aber nicht aufgehoben“, so Willems, sie soll in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. 

Und dann ist da noch die Neuwahl des Vorstandes auf einer Mitgliederversammlung, es bestünde zwar die Möglichkeit, die notfalls auch via Internet abzuhalten. „Ich bin aber sehr dafür, dass wenn irgend möglich und sobald wir dürfen, es in althergebrachter, bewährter und normaler Form zu tun. Die persönlichen Kontakte und Gespräche sind da für uns sehr wichtig.“ Auch das Wirtschaftsforum soll im Herbst quasi nachgeholt werden.

Währenddessen gehen die Arbeiten auf der Baustelle des chinesischen Fahrzeugbatterieherstellers CATL am Erfurter Kreuz weiter, die Produktion soll bereits dieses Jahr dort anlaufen, bis zu 2000 neue Arbeitsplätze werden hier entstehen. Das chinesische Unternehmen investiert in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro in den Standort. „Das ist natürlich für das Gewerbegebiet ein weiterer wichtiger und guter Schritt“, so Willems. 

Neben CATL hat auch XXXLutz hier ein E-Commerce-Center mit rund 400 Arbeitsplätzen gebaut. Und EMC – ein Hersteller von Fertigteilelementen für den Wohnungsbau – produziert hier seit vergangenem Jahr im neu gebauten Betonfertigteilwerk.

(Quelle TA: Ausgabe vom 04.02.2021, Foto: Hans-Peter Stadermann)